Innenräume

Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

 

„Der Charakter ist weiter nichts als eine langwierige Gewohnheit.“ (Plutarch)

 

Die Frage nach der menschlichen Persönlichkeit, nach dem Charakter, ist vielleicht so alt, wie die Menschheit selbst. Und daher haben sich auch die unterschiedlichsten Vorstellungen und Modelle über die „menschliche Seele“ entwickelt.

 

Die alten Griechen sprachen von den Temperamenten, die durch Säfte hervorgerufen wurden. Der Choleriker (Galle) ist bei vielen Mitarbeitern nicht sehr beliebt.

 

Das Wort „Person“ in den europäischen Sprachen geht auf das lateinische Wort „persona“ zurück. Dieses wurde hauptsächlich im Sinne von „Rolle, Charakter, Maske“ gebraucht. Im alten Rom trugen die Schauspieler Masken (persona), die dem Publikum die Eigenschaften der Person, die sie darstellten, zeigen sollten. So gab es zum Beispiel Masken mit lachenden, weinenden oder wütenden Gesichtern, die den jeweils typischen Charakter einer Rolle erkennbar und vorhersehbar machten.

 

„Bedenke, dass du nur der Schauspieler bist in einem Stück, das der Spielleiter bestimmt. (…) Deine Aufgabe ist es nur, die dir zugeteilte Rolle gut zu spielen; sie auszuwählen, steht einem andern zu.“ (Epiktet, 50 bis 138 n. Chr.)

 

Für die Behavioristen war die Persönlichkeit eine „Black Box“. Man schaute, was hinein ging und was rauskam (der Reiz und die Reaktion). Denn das alleine glaubte man, messen zu können.

 

Persönlichkeitsmodelle existieren viele und eine einheitliche Definition von „Persönlichkeit“ gibt es in der Psychologie bis heute nicht. Der Psychologe Allport hat schon in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts versucht, eine Fülle von über 50 verschiedenen Formulierungen aus Philosophie, Psychologie, Theologie und Soziologie zu Kategorien zusammen zu fassen und deren Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. Daran ist zu erkennen, dass in der Wissenschaft, wie im Alltagsdenken und -erleben eine Vielfalt an Vorstellungen existiert, was der Mensch im Inneren sei.

 

Im Berufsleben will man seine Stärken (er)kennen und gewinnbringend einsetzen. Auch hier haben sich vielfältige Begrifflichkeiten gebildet: Kompetenzen, Schlüsselqualifikationen, Softskills, Handlungskompetent, Individualkompetenz, ...

 

Der Mensch möchte, im Grunde genommen, gesehen und verstanden werden und gleichzeitig tut er so vieles dafür, damit niemand in sein Inneres schaut.

 

Wie schaut man selbst in sein Inneres und findet heraus, wer und wie man (wirklich) ist?

Auf dem Weg dorthin gibt es verschiedene Wege, alte, sich bewerte und neue moderne und auch so manche Werkzeuge aus der Psychologie.

 

Welcher Weg und welches Werkzeug das richtige für Sie ist, finden wir in einem persönlichen Gespräch heraus.